Digitale Gewalt macht nicht an der Bürotür halt. Belästigung über digitale Kanäle, manipulierte Inhalte oder Benachteiligungen durch algorithmische Systeme können Beschäftigte belasten und Organisationen vor neue Herausforderungen stellen. D-SAFE erforscht die Entstehung und Folgen digitaler Gewalt am Arbeitsplatz und entwickelt auf dieser Grundlage wirksame Präventions- und Schutzmaßnahmen.

Warum D-SAFE?

Digitale Technologien prägen zunehmend unseren Alltag und unsere Arbeitswelt. Gleichzeitig entstehen neue Herausforderungen im Umgang mit Gewalt im digitalen Raum. Hate Speech, digitale Belästigung, Deepfakes oder diskriminierende Entscheidungen automatisierter Systeme können das Leben von Menschen erheblich beeinträchtigen und Organisationen vor neue Herausforderungen stellen.

Im Rahmen des Projekts D-SAFE werden Formen und Entwicklungen digitaler Gewalt am Arbeitsplatz wissenschaftlich untersucht. Ziel ist es, die Entstehungsbedingungen und Dynamiken digitaler Gewalt empirisch zu analysieren und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse wirksame Präventions- und Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Darüber hinaus werden geeignete Unterstützungsangebote für Betroffene erarbeitet und empirisch validiert.

D-SAFE entwickelt zudem Ansätze, um Menschen für digitale Gewalt zu sensibilisieren und sie im Umgang mit digitalen Risiken zu stärken. Das Projekt trägt dazu bei, Wissen zugänglich zu machen, Handlungssicherheit zu fördern und langfristig eine faire und sichere digitale Arbeitswelt und Gesellschaft mitzugestalten.

Wissenschaftlich fundiert

Entwicklung auf Basis aktueller Forschung.

Praxisnah

Trainings für reale Situationen im Arbeitsalltag.

Evidenzbasiert

Evaluation der Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien.

Trainingshub D-SAFE

Der Trainingshub bündelt die Ergebnisse des Projekts in einer digitalen Lernplattform. Hier entstehen interaktive Trainings, Fallbeispiele und Lernmodule, die Beschäftigte und Organisationen beim Umgang mit digitaler Gewalt und KI-bezogenen Risiken unterstützen.

Die ersten Inhalte werden im Verlauf des Projekts veröffentlicht und kontinuierlich erweitert.

Forschung mit gesellschaftlichem Nutzen

  • D-SAFE untersucht, wie digitale Gewalt und KI-gestützte Diskriminierung erlebt werden und welche Maßnahmen Menschen wirksam unterstützen. Die entwickelten Trainings werden wissenschaftlich evaluiert, damit ihre Wirkung nachvollziehbar und belastbar ist.

  • Die Forschungsergebnisse fließen direkt in den Trainingshub ein und werden verständlich für die Öffentlichkeit aufbereitet.

Getragen von Forschung und Praxis

D-SAFE wird vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis umgesetzt und finanziert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

Logo Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg

News

Frau, die am Schreibtisch mit Laptop telefoniert
Projektstart D-SAFE: Digitaler Gewaltschutz im Arbeitsumfeld

Am 01.04.2026 ist das Forschungsprojekt D-SAFE gestartet: „Digitaler Gewaltschutz im Arbeitsumfeld: Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung struktureller und algorithmischer Diskriminierung durch digitale Technologien“.

Das vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg finanzierte Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Nieken untersucht in den kommenden 36 Monaten, wie digitale Gewalt – etwa Deepfakes, geschlechtsbezogene Desinformation und algorithmische Benachteiligung in KI‑gestützten HR-Systemen – Beschäftigte am Arbeitsplatz betrifft und welche Schutz- und Interventionsstrategien wirksam sind.

Herzstück ist der digitale Trainings-Hub D-SAFE, über den Nutzer:innen interaktiv erleben können, wie algorithmische Verzerrungen entstehen – und welche Gegenmaßnahmen es gibt. Ziel ist mehr digitale Sicherheit und Fairness in der Arbeitswelt.